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TOUR 2000

3 comments to TOUR 2000

  • admin

    He gave her some meat

    Tito & Tarantula - Konzertberichte - Bewertung von 6killer 12. Okt 2000 auf Ciao

    Pro:
    Tito live !

    Kontra:
    miese Vorbands, komisches Publikum


    Ich möchte hier auf die beiden Konzerte eingehen, die ich mittlerweile besucht habe.
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    1. Juni 2000, Weiden
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    Die Karte war für 39,- DM zu haben, das Konzert fand im “Zelt” statt, das für mehrere Veranstaltungen dieser Art zur Verfügung stand. Außerhalb lief eine Art Volksfest auf hohen Touren, also mußte man sich den Weg zum Eingang durch Massen von bierseligen Riesenbrezenessern bahnen.
    Im Zelt gab es ganz anständiges Bier, irgendeine weidener Marke. Die Bühne war ziemlich tief, einerseits gut wegen der Nähe zur Band, andererseits schlecht, da ich leider körpergrößenmäßig nicht allzu sehr begünstigt bin und sich grundsätzlich jemand, der ein bis zwei Köpfe größer als ich ist, vor mir platziert.

    Die Vorband war irgendein kleines deutsches Nachwuchstrio, das belanglosen Gitarrenpop spielte. Dank des hohen Peinlichkeitsfaktor, den der Gitarrist und Sänger an den Tag legte, noch leidlich unterhaltsam.
    Nach der obligatorischen, etwa halbstündigen Umbaupause betraten endlich Tito & Tarantula die Bühne. Die erste Überraschung: Jennifer Condos, die auf “Tarantism” und “Hungry Sally and other killer Lullabys” noch für den Bass zuständig war, wurde durch Dominique Davalos ersetzt - eine zwar ziemlich gutaussehende junge Frau, die aber das Können nicht gerade mit Löffeln gefressen hatte.

    Die Songliste erstreckte sich (mit Zugaben) über etwa 1 1/2 Stunden und war eine gute Mischung aus Songs der beiden erschienen Alben, es wurden aber auch Songs vom damals noch nicht erschienenen Album “Little bitch” eingestreut. Höhepunkte waren für mich das einfach geniale “Smiling Karen” und natürlich “Back to the house that love built”, einer der besten Songs, die je geschrieben wurden. “After dark” wurde als Zugabe gespielt.Die Band spielte druckvoll, leider störten Titos des öfteren grausam verstimmte Gitarre und die lieblos pickende Bassistin etwas das Gesamtbild. Titos Cousine Andrea Figueroa (ich glaube jedenfalls, das diese es war), zuständig für Flöte, Ukulele und bei Bedarf Keyboards und dritte Gitarre, ging dank des unfähigen Mixers komplett im Bandsound unter.

    Ziemlich amüsant waren die kleinen, versauten Geschichten, die Tito gerne zwischen den Songs einstreut. Highlight war die Vorstellung der neuen Bassistin - Tito: “Well, this is our new bass player. Outside, I gave her some meat. Höhöhöhö.” Jaja, Tito Larriva ist ein ziemlicher Hundling.

    Einen dicken Punktabzug gebe ich nicht für das Konzert an sich, denn das war super und sehr stimmungsvoll. Furchtbar war das ziemlich durchwachsene Publikum. Neben normalen Fans und Interessierten drängte sich ein Haufen Leute, die gerade mal “After dark” kannten und vor der hohen Lautstärke erschraken, im Zelt. Ist schon drollig, mit anzusehen, wie sich kleine Bravoleserinnen entsetzt die Ohren zuhalten >-))) Daneben gab es noch einige extrem nervige Punks, die einfach das Pogen nicht lassen sein konnten und ungeniert das halbe Zelt herumschubsten. (Nicht falsch verstehen, ich hab nichts gegen Punk oder die Einstellung an sich, aber ich kann es nicht haben, wenn mir die ungewaschenen, asozialen Elemente dieser Art, die es auf jeden Fall gibt, ständig ins Kreuz springen). Ich gehe nicht auf ein Rockkonzert, um herumzupogen, ich möchte einfach die Musik anhören können.


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    11. Oktober 2000, Regensburg
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    Das gestrige Konzert fand in der (eigentlichen) Disco “Qu” statt, die Karte kostete 41,- DM. An Bier gab es leider nur Desperados (die Marke sponsort ja die Band) und das schreckliche, lokale Thurn&Taxis, wenigstens für die Rahmenbedinungen zu relativ moderaten Preisen von 6,- bzw. 5,50 DM.

    Vorband waren “Kamary” aus San Francisco. Die Band zeichnete sich durch einen wahnsinnig dattligen Sänger und komische Songs, die mal wie eine schlechte “Live”-Kopie, dann wieder wie eine Mischung aus “Crash Test Dummies” und “Liquido” klangen, aus. Wäre ja noch erträglich gewesen, wenn sie nicht noch die ganze Zeit nervige Samples benutzt hätten, die teilweise sogar Schlagzeug enthielten, obwohl der Drummer gut sichtbar neben dem Keyboarder saß… mir unverständlich.

    Tito & Tarantula betraten gegen 9:30 Uhr die Bühne, etwa 1 1/2 Stunden nach Einlaß. Erstmal wieder eine Überraschung - eine neue Bassistin! Tito scheint der vorherigen etwas zuviel “Meat” gegeben zu haben *g. Von der Neuen hab ich den Namen leider nicht verstanden, jedenfalls sah sie aus wie von “Sonic youth” oder den “Smashing pumpkins” abgeworben, hatte aber mehr drauf als die Vorgängerin. Titos Cousine war auch wieder dabei, diesmal schaffte der Mixer es sogar, ihre Flöte teilweise hörbar zu machen.

    Tito eröffneten mit “Smiling Karen”, es folgten natürlich hauptsächlich Songs des neuen Albums “Little bitch”, aber natürlich auch die besten Stücke von “Tarantism” und “Hungry Sally…”. Besonders gut hat mir gestern “Strange face of love” gefallen. “After dark” wurde schon mitten während des Konzerts gespielt, dabei holte Tito einen Haufen Leute aus dem Publikum auf die Bühne. Allerdings hatte ich das Gefühl, Tito hätte am Publikum keinen allzu großen Gefallen gefunden, jedenfalls ließen sie sich für die drei Zugaben extrem lange bejubeln, und diese wurden dann relativ schnell abgehandelt.

    Das Publikum verdient auch hier wieder einen eigenen Absatz. Gestern war ersichtlich, was passiert, wenn eine Kultband plötzlich ganz furchtbar angesagt ist - die Hälfte der Leute kannte bestimmt nicht mehr als “After dark” und fand am Rest allem Anschein nach keinen großen Gefallen. Diese Personen standen einfach nur herum, wippten nicht mal mit dem Fuß und blickten gelangweilt durch die Gegend, um dann bei “After dark” in seltsam aussehende, an epileptische Anfälle erinnernde Bewegungsfolgen zu verfallen. Wenn diese Leute gleich nach “After dark” gegangen wären, wäre wenigstens für die ernsthaften Hörer und Fans genug Platz gewesen.

    Nervig war auch eine kleine “Desperados”-Tussi, die sich ständig durchs Publikum drängte und jedem versuchte eine Flasche des Gesöffs aufzudrängen.
    P.S. Um Haaresbreite entging uns die Chance, an ein paar Backstage-Pässe heranzukommen - sonst hätte ich vielleicht noch ein paar Impressionen von der After-Show-Party mit einfließen lassen können :-(((

    ==
    FAZIT
    ==Ein Besuch eines Tito&Tarantula-Konzerts ist wirklich lohnenswert, da die Band natürlich ziemlich was drauf hat und auch schön abgeht. Leider muß man sich dabei aber über miese Vorbands und ein seltsames Publikum ärgern.

  • admin

    24-10-00 Darmstadt Centralstation

    Geheimtip für alle Handmade-Music Freaks

    Tito & Tarantula - Konzertbericht - Bewertung von Kele 30. Okt 2000 auf Ciao

    Pro:
    fette Musik

    Kontra:
    ?


    Die Band Tito & Tarantula ist für mich ein absoluter Geheimtip für alle Fans des satten und fetten Rocks.
    Die Band besteht aus fünf Mitgliedern: einem Sänger, der auch Gitarre spielt - ein Drummer - einem Gitarristen - einer Bassistin und einer Spielerin, die für die Backgroundinstrumente zuständig ist (Querflöte, Gitarre, Geige, usw.). Allein diese interessante Mischung macht die Musik dieser Band absolut vielfältig, aber allzeit durchschaubar. Geprägt ist die Musik von fetten Gitarrenriffs, passenden easy Drum-Pattern und einer markanten Stimme.

    Wer Tito & Tarantula nicht kennt, kann vielleicht mit dem Film „From Dusk Till Dawn“ etwas anfangen. Durch einige Soundtracksongs zu diesem Film ist die Band etwas bekannter geworden. Da wäre z.B. der absolute Kultsong „After Dark“ oder „Smiling Karen“ als die Aushängeschilder der Band zu benennen.

    Erst letzte Woche habe ich ein Gig der Band live gesehen und war begeistert. Tito, der Bandleader, heizte richtig ein und zelebrierte „After Dark“ (normalerweise ca. 4min lang) ungefähr zehn Minuten lang. Wenn man die Band auf der Bühne sieht, kann man sich allein vom optischen her überhaupt nicht vorstellen, dass diese Leute zusammenpassen. Da sind zwei ältere korpulentere Herren (Sänger u. Drummer), ein junger Gitarrist mit Mütze im Gesicht und zwei unscheinbare Frauen. Unglaublich, aber es passt musikalisch zu hundert Prozent!

    Wer jetzt Interesse bekommen hat und in die bisherigen 3 Alben (tarantism, Hungry Sally & other Killer Lullabies, little bitch) reinhören möchte, sollte sich „After Dark“, „Smiling Karen“, „Jupiter“, „Bleeding Roses“ oder „Everybody Needs“ reinziehen.
    Schade, dass die Band nicht bekannter ist. Ich zumindest finde Tito & Tarantula absolute Spitzenklasse!

  • admin

    21-10-00 Stuttgart Villa Berg

    Auch ohne Schlangen - Tito rocks Stuttgart

    Tito & Tarantula - Konzertbericht - Bewertung von Dr.Zook 7. Nov 2000 auf Ciao

    Pro:
    Gute Musik, gute Stimmung, gute Akustik

    Kontra:
    langes Anstehen am Merchandising


    Mein Ziel war es, endlich mal ein Konzert in der Villa Berg des SWR in Stuttgart anzuhören. Daher war ich hocherfreut, dass dort nicht nur Pe Werner oder Fools Garden sondern auch eine echter Rockact wie Tito & Tarantula auftritt. Kurzentschlossen wurde also die nicht ganz billige (41,50 DM) Eintrittskarte gekauft und ab zum Konzert.

    Bemerkenswert an der Location ist, dass in dem sehr hohen, holzverkleideten Konzert-Saal das Rauchen verboten war - ein völlig neues Gefühl: die Klamotten müssen nach einem Konzert nicht drei Tage auf den Balkon oder in den Sondermüll.

    Nun aber zum Konzert: Vom Anfang an gings gut ab und der Sound kam um einiges druckvoller rüber als von den CDs die ich kannte. Die Akustik war echt gut, die Lautstärke optimal - nur auf der Bühne offensichtlich nicht: nach einem dezenten Wutanfall hat eine Monitorboxe von Tito dran glauben müssen… aber nach ein paar Minuten und einem Schluck Tequila ging das Konzert weiter und steuerte seinem Höhepunkt zu, dem knapp 10 minütigem “After Dark”, das gut zelebriert wurde, auch wenn ich keine Schlangen auf der Bühne gesehen habe und die Strip-Show der Mädels, die Tito auf die Bühne holte, sich in Grenzen gehalten hat (da soll in anderen Städten der Tour teilweise mehr abgegangen sein - siehe Tourberichte/Fotos auf http://www.elektrolurch.com).

    Zusammenfassend kann man sagen, dass die Musik klasse war, geiler Gitarren-Rock der druckvoll rüber kommt, ohne dass ruhigere Parts plattgemacht werden, souveräne Rhytmusgruppe. Ferner hat die Band durchaus auch optisch was zu bieten (links und hinten cool, rechts hübsch). Darüber hinaus war die Vorband “Kamary” auch O.K. ohne jetzt näher darauf einzugehen.
    Wer das Konzert hören will, kann dies angabegemäß am abend des 06.01.2001 in SWR 1!

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